Das Beste am Rosenkohl ist, dass außer mir niemand in der Familie ihn mag. So bleibt einfach mehr für mich übrig.
Muss ja auch mal sein.
Also, ein kleines Rudel Rosenkohl wird geputzt und mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss in wenig Wasser gar gedünstet. Ich hatte noch eine Portion Kürbissoße eingefroren, die ich einfach aufgekocht habe; ein paar Gnocchi in der Pfanne angebraten und schon war ein superlecker Essen fertig.
Für die Kürbissoße, die übrigens auch prima zu Nudeln passt, vierteilt ihr einen Hokkaido Kürbis, entkernt ihn und schneidet ihn dann in kleine Stücke. Eine Zwiebel, zwei Knoblauchzehen und eine Möhre klein hacken. Die Zwiebel wird in Olivenöl angeschwitzt. An Gewürzen kommen Oregano, ein Lorbeerblatt, ein wenig Rosmarin, Schabzigerklee, Basilikum, Salz und Pfeffer dazu. Das Gemüse dazu geben und mit Wasser aufgießen, bis alles bedeckt ist. Zum Kochen bringen und 20 min vor sich hin köcheln lassen. Dann das Lorbeerblatt entfernen, die Soße pürieren und mit Salz und Balsamico Essig abschmecken. Ein wenig Tomatenmark einrühren und fertig ist die außerordentlich leckere Soße.
Tomate und Kürbis passen übrigens geschmacklich sehr gut zueinander. Mit Tomatenmark bringe ich eine Soße oder Suppe optisch ein wenig auf Vordermann, oder korrigiere die Konsistenz, falls mir mal eine Soße zu flüssig geraten sein sollte.


November 6, 2009 um 10:17
das klingt lecker…nur die kürbissoße würd ich ersetzen…hast du da ne empfehlung?
am besten was studentengeeignetes…-schnell-lecker-fertig…ich hab da jetzt nix gegen ne fertigsoßer *schäm*
November 6, 2009 um 12:23
Du kannst Tomatensoße nehmen, wenn Du Kürbis nicht magst.
Ich wollte eigentlich auch eine Arrabiata Soße kochen, aber meine letzte Peperoni, die ich noch hatte, war schon zu schrumpelig.
schnell-lecker-fertig geht so:
Eine Zwiebel, zwei Knoblauchzehen und ein bis zwei rote Peperoni klein hacken, in Olivenöl andünsten, Basilikum, Cayenne, Salz und Pfeffer dazu. Mit einer Packung passierte Tomaten ablöschen, die Soße erhitzen und zum Schluss mit Salz und Balsamico Essig abschmecken und frische glatte Petersilie dazu geben. Fertig ist eine all’Arrabiata.
Im italienischen Original gehört in eine Arrabiata auch noch Speck. Aber das ist nix für mich.
November 6, 2009 um 12:40
Mmmmmmmm, oooooooooh, aaaaaaaah, Rosenkohl! Jammi!
Ich kann ja immer nicht verstehen, warum den so viele Leute nicht mögen. Aber auch gut, bleibt mehr für mich. Nur der Liebste, der mag ihn leider auch…
November 6, 2009 um 1:17
@zimtapfel: Kinder sollen ihn nicht mögen, weil der Geschmacksinn für bitter bei Kindern ausgeprägter ist als bei Erwachsenen. Und Rosenkohl soll angeblich bitter schmecken, was ich nicht nachvollziehen kann. Aber ich mochte ihn auch schon als Kind essen.
Ich versuche mit leckeren Soßen meine Familie zu überzeugen, dass Rosenkohl gar nicht so übel ist wie sie denken. Aber die sind hartnäckig in ihrer Ignoranz. Dabei ist Rosenkohl in Kombination mit Kürbissoße ein Hochgenuss sonder gleichen.
November 6, 2009 um 1:37
Ich mochte Rosenkohl schon als Kind gerne. Und ich mag ihn am allerliebsten pur, ohne Sauce, nur mit ein wenig salziger Butter drüber und ein paar Kartöffelchen dazu.
Irgendwer erzählte mir mal von diversen Zubereitungsarten, die den Rosenkohl nicht mehr so stark nach Rosenkohl schmecken lassen, damit er auch Leuten schmeckt, die keinen Rosenkohl mögen. So eine Verschwendung! Wenn ich Rosenkohl so machen muss, das er nicht mehr schmeckt, wie er nunmal schmeckt, damit er gegessen wird, kann ich es auch getrost bleiben lassen und den Leuten ein Stück Brot in die Hand drücken. Dann werden sie auch satt und brauchen sich dafür nicht am Rosenkohl zu vergehen.
November 6, 2009 um 2:20
Ich mochte Rosenkohl schon als Kind nicht! *mitrestderfamilieverbünd*
Und er IST bitter.
Klugscheißermodus an
„ … , daß manche Personen bestimmte Bitterstoffe nicht schmecken, weil sie Mutanten in dem entsprechenden Rezeptor-Gen sind.“
(Zitat aus Rundschau, Biospektrum, 4.00, 6. Jahrgang)
/Klugscheißermodus aus
November 6, 2009 um 2:23
Ich bin eine Mutantin???
Oh wie klasse, dann wird das ja doch noch was mit meiner Karriere bei den X-Men.
November 6, 2009 um 2:21
Du Mutant, du!
November 6, 2009 um 2:24
Hach, ich fühle mich schon so cool wie Jean Grey! Yeah!
November 6, 2009 um 5:57
So, von dir inspiriert haben wir eben beim einkaufen eine Packung Rosenkohl mitgenommen. Auch wenn ich von der Qualität alles andere als begeistert bin, mal sehen, wieviel ich da wegputzen kann.
Dazu gibt es – ganz schnöde – Kartoffeln und Bratwurst.
November 6, 2009 um 9:42
Oha, diese Gnocchi sehen ja perfekt aus – war da das Rillenbrett im Spiel, das ich seit Monaten überall suche, oder geht das wirklich mit der Gabel? Meine sind rund und haben ein paar äääh… Kratzer
in der Mitte, mehr kriege ich nicht hin.
November 6, 2009 um 10:39
@zimtapfel: Also, von solchen Zubereitungsarten, damit RK nicht mehr als solcher schmeckt, habe ich noch nie gehört.
Aber ich habe diese Variante als langweilig abgespeichert, weil es bei Mom halt immer langweilig geschmeckt hat. Ich mag gerne Soßen zum RK, am liebsten Tomaten-oder Kürbissoße. Und in Suppen passt er natürlich auch hervorragend. Heute mit Möhren, Kartoffel, Porree und Kichererbsen. Hab festgestellt, dass RK mit Kichererbsen eine gelungene Allianz bildet.
Ich kenne Deine Lieblingsvariante von meiner Mom, ja, auch mit Bratwurst dazu.
@bee: Die Gnocchi sehen so perfekt aus, weil sie ein Fertigprodukt sind.
Wenn ich sie selbst mache, tauche ich für jeden Gnocchi den Teelöffel und die Gabel in eiskaltes Wasser, in dem sogar ein paar Eiswürfel schwimmen dürfen, ein. Das funktioniert ganz prima.
Aber sag mal, es gibt ernsthaft ein Rillenbrett für die Herstellung von Gnocchi? Ich glaub’s ja nicht.
November 6, 2009 um 11:32
Es gibt die unglaublichsten Zubereitungsarten. Beim Rosenkohl… weiß ich es gar nicht mehr. Aber Grausen befällt mich zum Beispiel, wenn ich daran, denke, wie meine Schwester von ihrer Schwiegermutter gelernt hat, Sauerkraut so zu kochen, das es nicht mehr nach Sauerkraut schmeckt. Da wird das beste weggeschüttet und zurück bleibt etwas, das lediglich noch etwas Struktur aufweist, aber keinerlei Sauerkrautgeschmack mehr hat. Börks! Dann sollen sie halt kein Sauerkraut essen, wenn es ihnen nicht schmeckt, anstatt es so zu verstümmeln!
Was den Rosenkohl angeht, durfte ich heute feststellen, das ich das Rosenkohl im Dampfdrucktopf kochen noch üben muss, der ist mir heute ein klitzkleines bißchen zu weich geworden, nur ein ganz klitzekleines bißchen.
November 7, 2009 um 2:01
Diese Brettchen gibt’s tatsächlich, aber anscheinend nur in Küchengeschäften in Italien oder in der Schweiz zu kaufen. Alle iBäh-Angebote waren schon abgelaufen, der Versandhandel hatte nichts vorrätig, und bei meinen bevorzugten Dealern, die mich mit so absonderlichen Dingen wie einem Knoblauchschäler versorgen, sah ich nur Schulterzucken
Falls die Frage im Raum steht, ja, ich bin ein Küchenschamott sammelndes Spielkind
November 7, 2009 um 9:15
@zimtapfel: „Börks“ ist aber mal ein hübscher Ausdruck für ein absolutes ekliges Igittigitt!
@bee: Die Frage stand in der Tat im Raum, aber ich konnte sie mir schon selbst mit „Ja“ beantworten. Da lag ich dann ja richtig mit meiner Antwort.
Knoblauchschäler? Gnihihihi…
November 8, 2009 um 5:13
Irgendwie interessant, dass genau wenn ich auch mal wieder SELBST gekocht habe, alle anderen darüber schreiben
Aber bei mir bleibt das Kochen doch wirklich die Ausnahme, das ist mir zu umständlich ^^
November 8, 2009 um 10:08
Du solltest beim Kochen aber wirklich dran bleiben… hat Dir denn noch keine gesagt, dass ein Mann, der richtig gut kochen kann, sexy wirkt? Oder dass viele Frauen sehr beeindruckt davon sind, wenn ein Mann kochen kann?
Ich kann Dir nur raten, Deine Einstellung zum Kochen nochmal zu überdenken.