dysfunktionale Familie: 24 Stunden bei den Bauers August 2, 2008
Posted by Schildmaid in Flimmern und Rauschen.Tags: 24, TV Serien
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Die letzten Abende bin ich endlich dazu gekommen, mich bei 24 auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen. Ich erwähnte es ja schon, dass ich mir gar nicht so sicher bin, ob diese Staffel mag. Wobei “mögen” was Jack Bauer anbelangt, nicht die richtige Wortwahl ist. Der Mann ist nicht zum Mögen gemacht. Deshalb mag ich ihn ja. Klingt unlogisch? Hey, ich bin eine Frau, ich darf das.
Achtung: Dieser Artikel enthält spoilware bis 18 Uhr!
So musste ich mir also mit ansehen, wie es in der Familie Bauer so zu geht im täglichen Leben. Und ich muss schon sagen: “Das ist ja mal eine dysfunktionale Familie!”
Kein Wunder, das Jack so drauf ist, wie er eben drauf ist: Fix mal den guten Kumpel Curtis erschießen, wenn es dem Land dient, oder den eigenen Bruder foltern, weil dessen Antwort ihm nicht zugesagt hat. Wenn der Herr Papa (leider nicht von Donald gespielt, das wär ja mal ‘ne dolle Show! Doch James Cromwell spielt seine Rolle äusserst überzeugend. Da gibt’s nichts zu meckern.) es doch vormacht, wie die Dinge zu handhaben sind, wenn der eigene Arschdas eigene Firmenimperium auf Grundeis geht: den eigenen Sohn töten, den anderen Sohn versuchen zu töten, den Enkelsohn kidnappen und drohen, ihn zu töten…
Damm it, ja, verdamm mich noch eins, das ist wirklich zu viel Gefolter und Getöte für meinen Geschmack. Ich will das nicht mehr sehen. Zu brutal für meine Nerven aus Edelstahl.
Der Nebenplot Cloe (mit dem flachgelegten : über dem “e”) vs Morris ist auch eher nervend. Sie zickt ihn an und begluckt ihn zugleich, er nennt sie trotzdem “Schatz”, haben die zwei sie noch alle auf dem Baum? Dysfunktionale Beziehung nenne ich so was. Ach, die sind geschieden? Nun, dann wundert es mich nicht weiter. *kopfschüttel*
Die Glaubwürdigkeit geht in dieser Staffel auch immer mehr den Bach runter. Da wird Morris auf das Übelste gefoltert und angebohrt (ich hab weggeguckt, das Geräusch war schon schlimm genug), in zehn Minuten wieder zusammen geflickt, fünf Minuten mit sich und der Welt hadernd auf der Krankenliege verbracht und dann…
“Wir müssen den Rechner hacken!” (Buchanan)
“Das haben wir noch nie geschafft, aber ich probier das mal” (Morris) und *pling* eine Minute später ist er drin! Da muss ich doch glatt an Boris denken: “Äh, bin ich schon drin, äh?” Und an den will ich ja nun wirklich nicht denken. Uärgs.
Aber was heisst das denn im Umkehrschluss? Bohrt den Morris an, damit er bessere Arbeit leistet? Das kann doch wohl nicht sein!
Wenn da nicht die spannende politische Ebene wäre, würde ich hier und jetzt aus der Serie aussteigen. Und auf La Gomera Bäume umarmen und abends am Strand ommen. Aber ich finde es einfach zu gut, wie die ihre Präsidenten umbringen, als würden diese auf umarmtenBäumen nachwachsen, wie die peanuts unter der Erde. Nichts für Ungut, Herr Carter!
Also, weiter gucken. Hilft ja alles nichts.

Spoilware bis 18.00 Uhr? Danke für den Hinweis! Es ist jetzt 17.50 Uhr. Dann lese ich erst in 11 Minuten.
Sehr spitzfindig, Herr Silencer! Wirklich sehr spitzfindig.
Wenn ich unter diesem Helm von Ihnen ein Haar finden würde, dann täte ich es gerne spalten.
Hm. Ich hab die Serie ja mangels Interesse noch nie geguckt, aber nach allem, was ich darüber so gehört oder gelesen habe: Glaubwürdig war die doch eigentlich noch nie, oder?
Um sowas zu gucken, fehlen mir die Nerven.