Das ein Wohnzimmer „Wohnzimmer“ heißt habe ich erst in meinen twenty-somethings gelernt. Bei meinen Eltern war die Rede von der „Stube“, in der WG war es das WoZi (scheußlicher Studi-Jargon, igitt) und meine Oma hatte derer sogar zwei: Die Stube für alle Tage und Gelegenheiten und die „Gute Stube“, in die nur zu Festtagen und Geburtstagen Einlass gewährt wurde. Das Sanktuarium, das Heiligtum aller Heiligtümer im Wohnzimmerbereich. Und wehe, da ging jemand an einem schnöden Sonntag hinein, wohlmöglich noch mit Straßenschuhen an den Füßen; dann mutierte die Oma zum Hausdrachen! Auwei.
Mein Wohnzimmer verdient diesen Namen eigentlich nicht. „Wohnhöhle“ ist zutreffender. Durch den vorgelagerten Wintergarten ist es hier nämlich dunkel wie in einer Höhle, und 14 qm passen eher zu einem Hobbit denn zu einer Schildmaid.
Doch was soll’s, kommt herein und macht es euch gemütlich…
Oh, hierbei handelt es sich um ein Stöckchen? Gefunden habe ich es bei der Ehefrau und mitnehmen darf es wer möchte.




Die Geschmacksprobe ergibt, dass 100g Zucker immer noch zu viel und zu süß sind. Na, beim nächsten Mal weniger. 