ausgeträumt Juni 25, 2008
Posted by Schildmaid in Flimmern und Rauschen.Tags: Film, Kino
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Cassandras Traum. Mit Colin Farrell (Terry) und Ewan McGregor (Ian), ein Film von Woody Allen.
Zwei Brüder, beide auf ihre eigene Art Spielernaturen, sind ständig in Geldnot. Am vermeintlichen Tiefpunkt angekommen, taucht der reiche Onkel aus Amerika auf, der einen Ausweg aus ihrer vertrackten Lage anbietet. Doch auch dieser Onkel hat so seine Probleme, eines davon sollen Terry und Ian für ihn lösen; danach winken das große Geld und das Ende aller Sorgen. Die beiden Brüder lassen sich auf den Handel ein, nichts ahnend, wie sehr es ihr Leben und ihre Beziehung zueinander verändern wird.
So oder ähnlich steht es in jeder Kurzbeschreibung, die gerade zu lesen ist. Und auch hier in diesem blog wird nicht gespoilert. Trotzdem gibt es hier meine Meinung:
Großartige storyline, spritzige Dialoge, Tragikkomödie mit Tiefgang, hervorragende Schauspieler, überraschender und genialer Showdown… wenn nicht Woody Allen diesen Film geschrieben und gedreht hätte! Jeder andere director hätte aus diesem Stoff einen verdammt guten Film gemacht, das Zeug dazu hat dieser plot nämlich! Doch es musste ja W.A. sein. Umpf.
Da können Colin Farrell (er hatte seine Augenbrauen dabei! Juhu!) und Ewan McGregor noch so gut zusammen spielen, und das konnten sie wirklich (!), das reisst es leider nicht raus.
Ich hatte es doch schon erwähnt: Ich bin kein W.A. Fan. Weshalb kann ich denn nicht einmal auf mich selbst hören, und die Augen aus einem W.A. Film lassen?
Antwort: Weil mein eye catcher Colin Farrell mitspielt. Nur aus diesem Grunde.
Aber auch der attraktivste Hingucker kann nicht über das pacing eines Filmes hinweg täuschen; ein lahmarschiger Film ist nun mal lahmarschig. Da kriecht ja eine Schnecke schneller über die Straße. Wenn es denn wenigstens spritzige Dialoge gegeben hätte! Doch selbst hier hinkt W.A. der Zeit hinter her und ist in den 60 ger Jahren des letzten Jahrhunderts stecken geblieben. So redet heute jedenfalls kein Mensch mehr!
Um dem ganzen Elend die Krone aufzusetzen, versetzte Philipp Glass mit seiner nervigen Musik meinem Trommelfell dann noch den finalen AbschußAkkord. Der Mann hat meiner Meinung nach nur einen guten Filmsong geschrieben: Koyaanisqatsi. Wohlgemerkt: Nur dieses eine Lied! Nicht den gesamten Soundtrack.
Alles Weitere ist bisher gruseliges Gedüdel gewesen. Und auch geblieben.
Fazit: Wenn ihr Woody Allen Fans seid, seht euch den Film an, er wird euch gefallen. Das Rudel Baumumarmerinnen hinter uns hatte jedenfalls ihren Spaß.
Alle Anderen sollten sich das Kinoprogramm noch einmal zu Gemüte führen; es findet sich sicherlich ein spannenderer Film!

Kann Dir nur zustimmen: mit Woody Allen kann ich nichts anfangen, Glass nervt.
Und erst die Kombination aus beiden! *kotz*
Nie wieder, sag ich dir, nie wieder!
Baumumarmerinnen ? *sich_vor_lachen_auf_die_schenkel_klatscht*
Danke für die Warnung. Wieder ein Film den man verpassen muss.
nebenbei: Kino ist mir zu teuer, Chipstütenraschler und Popcornwerfer kann ich zu Hause auch haben, da ist es zudem günstiger und es gibt den ‘Stop’-Knopf wenn es denn gar zu schlimm wird.
@ruediger: Ja, Kino ist mir auch zu teuer. Deswegen gehe ich so selten hin. Manchmal nur ein oder zwei Mal pro Jahr. Um so ärgerlicher, wenn der Film sich dann trotz guter Schauspieler als langweilig entpuppt.
@Schildmaid
_Schnittchen_ gucken ist halt nicht alles.
@ruediger: Schnittchen essen dafür um so mehr!
Bald ist die Marmelade fertig. *schleck*