Auf Mottenjagd Juni 10, 2008
Posted by Schildmaid in Gemischtwarenladen.Tags: Motten, Schädlinge
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Ich bin neulich bezüglich der Motten über diese sehr informative Seite gestolpert. Bislang dachte ich, diese Motten würden von draußen herein fliegen und dann in meinen Klamotten (
) und Lebensmitteln ihr Unwesen treiben. Dass sie nicht unbedingt als Flugkünstler zu bezeichnen sind, ist mir auch schon aufgefallen. Aber das sie nicht im Freien leben, dass ist mir neu! Wieder was dazu gelernt.
Ergo bedeutet das, dass ich irgendwo in meiner Wohnung eine Brutstätte pflege, von deren Existenz ich bislang keine Ahnung habe. Das macht mich unruhig. Eigentlich kommt als Brutstätte nur die Küche und das Wohnzimmer in Frage, da nur in diesen beiden Räumen die Biester anzutreffen sind.
Ich habe gestern meine Kommode akribisch durchsucht. Nichts gefunden.
Wollreste durchsucht. Nichts gefunden. Diverse Anstricksel, dito.
Teppiche gibt es nur zwei in meiner Wohnung, beide so synthetisch, dass sich jede anständige Motte daran verschlucken würde. Oder kotzen müsste.
Was mich nun aber wirklich stutzig macht ist, dass der Betreiber dieser Seite darauf hinweist, dass die von mir so hoch geschätzten Pheromonfallen nur bei geschlossenen Türen und Fenstern anzuwenden seien. Ihm geht es darum, die Brutstätte zu lokalisieren. Gut.
Aber wenn diese Biester nicht im Freien leben, weshalb muss ich dann die Fenster geschlossen halten, wenn ich Pheromonfallen einsetze? Für mich hört sich das so an, dass eben doch Motten von draußen in meine Wohnung gelangen können. Oder verstehe ich das jetzt völlig falsch?
Wie dem auch sei. Ich habe heute morgen nochmals alles gründlich durchsucht. Da ließ ich dem Kontrollfreak in mir freien Lauf. Bis in die hintersten Ecken habe ich mich tapfer durchgeschlagen, nebenbei geputzt und aufgeräumt; so hat die Aktion immerhin einen positiven Nebeneffekt.
Und was kommt dabei heraus?
Nichts. Ich habe keine Eier gefunden, keine Gespinströhrchen, keine Mottenmaden, keine einzige Motte!
Ich stehe vor einem Rätsel. ??? Wo kommen diese Viecher bloß her, die hier allabendlich für den sportlichen Tagesausklang sorgen? Und sportlich ist das schon: Ihr müsstet mich abends mal sehen können, wie ich mit Fliegenklatsche und Hausschuh bewaffnet hinter diesen Motten her jage! Das sieht bestimmt zum Schlapplachen aus!

Fotos?
(Nicht von den Motten… Von der Abendgymnastik!)
Vielleicht in einer Topfpfanze? Die Gattin hatte mal Spaß mit einer ‘verseuchten’ Pflanze und Ameisen.
Du findest sie z.B. im Holz, bzw. zwischen den Ritzen… guck mal in deine Küche hinter/zwischen die Schränke… oder ein ganz beliebter Ort: in Bilderrahmen… mach sie auf und du wirst staunen, von vorne nicht zu sehen….
nächste Quelle: Bücherschrank und Briefe, zuletzt habe ich eine in meiner Briefsammlung gefunden
ach ja die Viecher, so klein und machen soviel schaden, was ich schon an Lebensmitteln weggeworfen habe… übrigens die Motten kommen mit jedem Lebensmitteleinkauf ins Haus (Mehl, Hülsenfrüchte getrocknet, Mohn usw.), die Maden findest du im getrockneten Brot/Brötchen, Semmelkrummen etc.
Also geh auf die Suche und du wirst sie finden (-:
@Wortteufel: sowohl die Motten als auch ich sind sehr photoscheues Gesindel!
@ruediger: eine Topfpflanze kann es nicht sein, da Motten weder Erde noch Pflanzen fressen. Nur die guten Sachen, wie Wolle, Seide und Pelze. Da läuft der Motte das Wasser im Mäulchen zusammen.
Ich halte das für Quatsch – natürlich kommen die Viecher auch von draußen (Vgl: http://www.heinig.biz/html/biologische_mottenbekampfung.html), lass Dir also keine Panik einreden.
Fenster sollten wegen des Luftzugs beim Einsatz der Fallen geschlossen gehalten werden, sonst wird das nichts mit der Lokalisierung des Befallortes.
Statt Fliegenklatsche nehme ich ja den Staubsauger. Das Geräusch ist zwar hässlich, aber es gibt keine Flecken auf der Tapete.
@schildmaid
Ich dachte auch eher drin nisten vielleicht? Sry ich bin absoluter Pflanzen-Killer. Ich habe auch schon Wasserpflanzen durch bloßes ansehen zum welken bekommen.
Außerdem haben wir Fliegengitter vor jedem Fenster, damit mehrbeiniges Getier draußen bleibt. Bei uns darf ich leider dann mit der old-fashioned-Klatsche und diversen Schlag-Tötungsinstrumenten versehen hinterher hecheln. Logischerweise immer nachts, weil die Viecher ja drauf warten, dass das endlich Licht ausgeht.
Helfen könnte, daß Du die mehrtägige obernervige Aufgabe übernimmst, ALLE NICHT SYNTHETISCHEN TEXTILIEN (also auch Federbetten, Teddys und Hausschuhe) zu waschen. Was nicht bei 60° waschbar ist, braucht einfach sehr reichlich Waschmittel (in wohlsortierten Ökoläden gibt es auch einen extra zu diesem Zwecke gemachten Zusatz). Und dann: Cedernholz, Lavendel, Mottenpapier und fürs erste auch ein bißchen was Giftigeres, es gibt etwas penetrant nach Lavendel duftende Säckchen mit einem für Motten tödlichen Zeug.
Kleinere Sachen wie Teddys kann man ins Gefrierfach legen. Wenn sie hart sind, sind die Motten tot.
(Ich habe dies ganze Programm mal hinter mich gebracht. Seitdem habe ich eine feine Cedernholzsammlung und keine derartigen Probleme mehr.)
@all: Herzlichen Dank euch allen, dass ihr mir in meiner Mottenpanik mit so vielen guten Ratschlägen beigestanden habt!
Nach tagelanger akribischer Suche verbunden mit Putzwut kann ich abschließend berichten, dass ich keine Brutstätte finden konnte. Die Motten fliegen definitiv von draußen herein. Gestern habe ich einer das Fenster vor der Nase zugemacht. q.e.d.
Ergo werde ich mir Fliegen/Mottengitter an die Fenster basteln, die restlichen Biester in meiner Wohnung ermorden und dann hat die liebe Seele Ruh’.
Lavendelsäckchen und Zedernholz habe ich schon seit Jahren in meinen Schubladen liegen. Aber eher weil ich auf diese Düfte stehe.
Den Motten ist das egal: Ich habe schon mal eine erwischt, die sich direkt neben einem Lavendelsack mit einer Socke vergnügen wollte. Das war ein sehr kurzes Vergnügen.