Ist schon lustig, wie die Fischtante einen ihrer Kunden beschreibt, der ein neues Hobby, ein AQ, in Planung hat! Doch ehrlich gesagt, kann ich vor solchen Menschen, die so verantwortungsbewusst an ihr neues Hobby heran gehen, nur den Hut ziehen. Chapeau!
Jedenfalls brachte mich dieser Beitrag dazu, an meine Anfänge auf diesem wässrigen Hobbygebiet zu denken.
Ich lebte damals zu meinen Studizeiten (Studienfach Biologie, was wohl sonst?) in einer WG, im tiefen Kellereines großzügigen und hellen lichtdurchfluteten Lofts, auch euphemistisch Souterrain genannt. In Mitten des Winters überfiel mich auf Grund des Lichtmangels die alljährliche Winterdepression. Draussen war es kalt und grau, und in meinem Zimmer dunkler und grauer. Eine zusätzliche Lichtquelle musste her. Normale Menschen gehen dann in ein Geschäft, das geeignete Leuchtmittel feil bietet. Nicht so eine studierende Biologin! Nein, ich kam auf die Idee, dass ein AQ genau das Richtige für mich wäre.
Akuter Platz-und Geldmangel bescherten mir ein 60 l Becken, gebraucht, aber mit Abdeckung, kleinem Filter und Heizstab; Bezahlung: Ein Paar selbst gestrickte Socken. Die Leuchtstoffröhre habe ich neu gekauft. Hat richtig Geld gekostet. Damals, in D-Mark. Den Kies hatte ich aus dem nahe gelegenen Kiessee geklautgekauft. Die Wasserpflanzen, die ich brauchte, habe ich aus der nahe gelegenen Schule, die ein AQ in ihrer Eingangshalle hat, entwendetpekuniär beglichen. Der Hausmeister erhielt eine Flasche Wein.
So stand es also da: Mein Aquarium. 60 Liter. Verschiedene Echinodorus Arten (überwiegend „bleheri“) und eine Anubias barteri. An Fische war nicht zu denken; die kosten ja Geld. Testflüssigkeiten um die Wasserwerte zu ermitteln? Ach, vergesst es! Das kostet doch Geld…
Bodendünger? Eisendünger? Fremdworte! Hatte ich in meinem Studium noch nichts von gehört. Ich präparierte Zellen. Die gemeine Küchenzwiebel war meine Freundin.
Aber meinem AQ ging es gut. Die Pflanzen wuchsen und gediehen. Die SchneckenPflanzen, die ich mir beim Hausmeister gekauft habe, sorgten für Bewegung. Und die Insektenlarven, die Dank des Kieses aus der Kiesgrube ihren Weg in mein Becken gefunden hatten, würde ich im nächsten Semester im Zooologiepraktikum kennen lernen…
Ihr interessiert euch für eine Fortsetzung?
Sagt Bescheid, und ich werde daran arbeiten.

Mai 23, 2008 um 8:01
Oh bittebitte eine Fortsetzung. Jetzt noch vor den Fischen abzubrechen, das ist sonst gemein
Mai 23, 2008 um 8:04
[...] PS: Wie es anderen Aquraieneinsteiger hingegen meistens geht, erzählt die Schildmaid hier sehr bildhaft: http://schildmaidontheloose.wordpress.com/2008/05/22/aquarium-die-anfange/#comment-161 [...]