Woran merke ich, dass Frühling ist? Am Heuschnupfen natürlich. Ja klar, aber so einfach mache ich das euch nicht.
Also: Woran noch?
Richtig: Die Kater in der Nachbarschaft!
Ich sitze hier in meiner Küche und schreibe fröhlich vor mich hin, obwohl ich doch jetzt eigentlich mein Hörbuch zu Ende hören möchte, und da faucht und kreischt es im Garten, dass ich vor Schreck ganz viele kkkkkkkkkkk tippe.
Die Kater der Nachbarschaft machen ihre Vormachtstellung klar. So träge, faule und domestizierte Hauskater sie auch sein mögen, der Frühling belebt ihre Wildkaternatur und sie führen sich auf, als ob sie rivalisierende Löwen in der Savanne wären. Da aber auch Katern eine gewisse coolness zugestanden sein möchte, sind sie natürlich Smilodons vs. Tyrannosaurus Rex. Ich weiß, dass das erdzeitalter-technisch unmöglich ist, aber die Kater wissen das nicht! Und so liefern sie eben diese performance ab. Derjenige, der gewinnt, darf dann als erster die holde Weiblichkeit beglücken.
Was ich aber weiß: Jeder Smilodon, der sich heute Nacht dort draussen herum treibt, wird nächste Woche ein winselndes kleines Mietzekätchen sein, dass um die Aufmerksamkeit der holden Weiblichkeit bettelt!
Männer Kater haben es nicht leicht.
Und der Frühling ist Schuld…
