Archiv für 21. April 2008

Der Wurm drin… und wieder raus

April 21, 2008

Irgendwie ist meine Stimmung gerade gnatzig. Nicht richtig schlecht, schlechte Laune habe nur zwei oder drei mal pro Jahr, aber doch bäh genug. 

Um mich herum sind alle krank. Meine Tochter klagt schon seit zwei Wochen über Hals-und Ohrenschmerzen. Klagen ist auch nicht das richtige Wort, sie jammert und hat schlechte Laune, will ständig Eis essen; das gibt’s aber nicht, was zu noch mehr schlechter Laune führt. Und wer darf das ausbaden? Ich.

Essen mag sie nur Suppen und Breiiges, alles andere tut weh beim Schlucken. Nur Eis nicht. Ja, klar. Und wer muss das kochen und mitessen? Ich.

Heute waren wir beim Kinderarzt. Seine Diagnose ging konform mit meiner. Seine Medis wende ich schon seit zwei Wochen an. Also weiter wie bisher, so eine Mittelohrentzündung dauert halt ihre Zeit. Und Salbeibonbons sind lecker und helfen genau so gut wie jedes andere Placebo.

Pünktlich zum Wochenende wird mein Liebster krank. Dicker Hals, dicker Kopf und das elendige Erkältungsgefühl. Seit heute noch leichtes Fieber und Übelkeit dazu. Ein Bild des elendigen Jammers.

Meine liebste Freundin hat Bronchitis und hustet sich das letzte Lungenbläschen kaputt. Spieleabend muss ausfallen. Sie wird diese Woche auf dem Sofa verbringen und eine Weltraumserie gucken.

Nein, es wundert mich nicht, dass ich irgendwie gnatzig bin. Bei so viel Gejammer. Da bekommen sogar meine Edelstahlnerven Lochfraß. So hilft heute Abend nur eines: Hörbuch auf die Ohren und Socken stricken. Zur Auswahl stehen: Slam von Nick Hornby, Mann ohne Land von Kurt Vonnegut und Bare Bones von Kathy Reichs. 

Mit Slam habe ich gestern schon angefangen und es ist wieder einmal ein wunderbar erzähltes Stück Geschichte aus der Gedankenwelt des Mr. Hornby. Ich mag seine Ausdrucksweise. Selbst wenn sein Protagonist die banalsten Dinge zum Ausdruck bringt (Gedanken über das Skaten z.B. finde ich banal, genauso wie ich Skater lächerlich finde, der Klamotten wegen und dieses seltsame Gehabe, dass cool sein soll und zum schlapp lachen ist), klingt das immer authentisch. Und somit hörens-und lesenswert. Zumindest, wenn Mr. Hornby es beschreibt. Schade nur, dass seine Bücher so kurz sind. Nach schlappen sechs Stunden ist das Hörbuch zu Ende. Ich habe noch ca. eine halbe Stunde vor mir. Menno.

Mit einer Stunde und elf Minuten wartet danach Mr. Vonnegut auf mich. Gut, der Mann ist für seine Kurzgeschichten bekannt, da beklage ich mich jetzt auch nicht. Denn immerhin wird dieses Buch von Harry Ro.wohlt gelesen; ein Meister der Vorlesekunst! 

Damit ist dann mein Ausflug in die ins Deutsche übersetze Literatur auch schon vorbei. Wann ich das letzte Mal ein Buch auf deutsch gelesen habe? Keine Ahnung, zumindest fällt es mir spontan nicht ein. Aktuell lese ich „Montmorency on the rocks“ von Eleanor Updale. Ist eigentlich ein Jugendbuch, aber was mir in dieser Kategorie schon an guten und lesenswerten Büchern unter gekommen ist, ist beachtlich!

In den letzten zwei Wochen habe ich die erste Staffel der Serie „Heroes“ gesehen. Im englischen Original. Ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Superhelden Stoff gut finden könnte! (Ausser natürlich X-Men (aber nicht die graphic novel sondern die Filme!). Das liegt aber an den Schauspielern: Patrick Ste.wart, Ian Mc.Kellen, Fam.ke Jens.en und *augenfutter* Hugh Jack.man!) Nun habe ich mit den „Sopranos“ angefangen. Da gibt es schon so viele Staffeln, dass es für mehr als zwei Wochen reichen wird. Den Pilotfilm habe ich, aus welcher Schusseligkeit auch immer, auf englisch gesehen… und es noch nicht einmal bemerkt!

Was ich allerdings bemerke, ist, dass ich jetzt wieder gute Laune habe. Fein! :-D

Dann zeige ich euch nun noch mein neues Paar Socken und dann höre ich den Rest von Slam, stricke noch ein wenig und gehe dann ins Bett.

Anleitung gibt es hier und meinen herzlichen Dank dazu.