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gebratene Leber mit Zwiebeln und Kartoffelbrei April 9, 2008

Posted by Schildmaid in Nähkästchengeplauder.
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Werdet ihr hier nie finden! Weder Schweinereien noch Rindereien. Dies ist ein veganes blog. Jawohl.

Doch wie komme ich zu diesem Titel? Ganz einfach: Mit der Einführung einer neuen Kategorie, Nähkästchengeplauder, wühle ich in eben diesem herum und…

bin wieder eine kleine Schildmaid, die von der Schule nach Hause kommt…

Im Hinterhof rieche ich schon den Braten. Gebratene Leber. Eben noch war mir schlecht vor Hunger, jetzt ist mir schlecht, weil es mein Igittigittschüttelkotz-Gericht #1 gibt. Ich hasse gebratene Leber! Es gibt nichts Schlimmeres in meiner persönlichen Ess-Hölle als gebratene Leber! Allein der Geruch ist mir so widerlich, dass ich mich Zeit meines Lebens geweigert habe, davon auch nur ein Fitzelchen zu probieren. Wie kann meine Mama mir das nur antun? Wo sie doch ganz genau weiß, dass ich…

Ach, meine Mama ist ja so lieb! Sie weiß, dass ich gebratene Leber nicht ausstehen kann und hat mir ein Würstchen warm gemacht. Mmmh, Würstchen mit Kartoffelbrei, lecker! Und Ketchup durfte ich auch haben. Das Leben ist noch nicht vorbei… Und meine Mama ist die Beste auf der ganzen Welt! Jawohl.

Fleisch mochte ich noch nie essen. Auch als Kind nicht. Mir missbehagte diese faserige Textur im Mund. Würstchen, Mortadella und Teewurst hingegen habe ich geliebt! Das war ja auch Wurst und kein Fleisch. Dachte ich mir mit meinem kindlichen Verstand. Ach ja, und die Klopse (= Frikadellen, Bouletten, Fleischpflanzerl: kommentiert mir bitte mehr regionalsprachliche Versionen, bitte!) meiner Mom waren unschlagbar. Die supersizeme Version hieß “Falscher Hase”. Große Kochkunst, die bestimmt nur meine Mama zubereiten kann!

In der Erinnerungsgrauzone zwischen 8 und 10 Jahren ist mir natürlich aufgegangen, dass Wurst auch Fleisch ist. Es folgten 3 bis 5 gewissengequälte Jahre und mit 13 stand meine Entscheidung fest gemauert in der Erden: Ich bin Vegetarierin. Jawohl.

In meinen twentysomethings suchte mich eine Milcheiweißallergie heim, die sich darauf hin häuslich in meinem Immunsystem eingerichtet hat. Es sollten noch weitere multiple Lebensmittelallergien folgen, aber der Startschuss war erfolgt: ich wurde zur Veganerin.

Aus der Not geboren und ein Gericht daraus gekocht…

Kommentare»

1. ehefrau - April 9, 2008

normalerweise sind mir die fleischverachter ja echt suspekt….
vor allem die, die aus überzeugung meinem essen das futter wegmampfen ;-)

aber bei dir mache ich eine großzügige ausnahme! :mrgreen: wenn man fleisch nicht mag und noch dazu milchprodukte und diverse andere sachen nicht verträgt, der darf gerne dieser spezies angehören!
;-)

außerdem finde ich deine einstellung, aus gegebenen fakten das beste zu machen, prima.

und vielleicht kann ich ja auch von deiner kochkunst noch was lernen!

ein andres wort für frikadellen: badisch “floischkiechle” ;-)

liebe grüße
die fleisch-, wurst- und leberessende ehefrau :mrgreen:

2. schildmaidontheloose - April 9, 2008

Danke für das “Floischkiechle”!
Ich mampfe also deinem Essen das Futter weg?! Von der Seite habe ich das noch nie betrachtet. Ich bin erstaunt und denke drüber nach…
Ändern werde ich es allerdings nicht können. Es sei denn, ich finde eine Lösung, Luft und Liebe als Nahrung so zu assimilieren, dass mein Stoffwechsel auch etwas davon hat. :-D

3. ehefrau - April 9, 2008

um himmels willen, mach das bloss nicht!
is du schön weiter deine blümchen, ich gönne sie dir von herzen, und ich bin sicher, mein essen gönnt es dir ebenso!
;-)