Archiv für 8. April 2008

Pupsstöckchen

April 8, 2008

aufgefangen bei

Beantworte (möglichst ehrlich…) folgende Fragen:

  • Wann haben Sie das letzte Mal gepupst? Sonntag Abend
  • War es ein Schleicher, ein Knaller oder ein Knarzer? Die ersten schlichen sich noch heimlich an, die weiteren verabredeten sich zu einem flash mob der knallenden, knarzenden und lautesten Art und Weise, die meine Küche je miterleben durfte.
  • Hat er gemockert? Was ist denn gemockert? Das Wort fehlt in meinem aktiven Wortschatz. :-(
  • Beschreiben sie den Geruch, falls einer da war. Seitdem ich nur Blumen esse, riecht da kein einziger mehr. Es sei denn, Herr Noro ist uneingeladen zu Besuch. Aber so einem Lavendelduft wäre ich nicht abgeneigt. ;-)
  • Wie lange war er olfaktorisch zu erfassen, falls überhaupt? Wie gesagt: Dem Lavendelduft wäre ich nicht abgeneigt. Wie, ihr habt noch nie mit Lavendel gewürzt? Probiert mal Kalamata Oliven mit Knobi, KdP und Lavendelblüten. Sagenhaft lecker!
  • Wurde er durch Bauchgrummeln angekündigt? Bei einem flash mob gibt’s keine Vorwarnung! Zumindest ließen die Schleicher keine solche Vermutung zu.
  • War jemand in der Nähe? Nein, ich hatte mich bei meinem Liebsten dezent mit der Entschuldigung heraus geredet, dass ich dringend mal in Ruhe ins Kissen pupsen möchte. Und überließ ihm das Sofa.
  • Hat er/sie es sich anmerken lassen? Keine Ahnung, was er nach meinem taktischen Rückzug auf dem Sofa gemacht hat. *schulterzuck*
  • Was glauben Sie woher die Blähung kam? Nahrung? Stress? Es war die Gemüsesuppe mit Hafergrütze. Wobei die eigentliche Übeltäterin die Hafergrütze gewesen sein dürfte. Vielleicht hätte ich sie doch 5 min länger kochen lassen sollen?
  • Kam Land mit? Nein, das wäre wohl eher Land unter. ;-) Ist mir ehrlich gesagt, noch nie passiert. 

Dieses Stöckchen darf mitnehmen wer mag.

Und da hier noch ein wenig Platz ist, gibt’s noch den schildmaidschen Spruch zum Thema:

Die Leisen, die den Arsch umkreisen, sind die Linken, die so stinken…

Ordnung ist das halbe Leben…

April 8, 2008

sagte meine Mom immer. Ich habe diesen Spruch gehasst, sowohl als Kind als auch als Teenager. Dementsprechend sah mein Kinderzimmer immer aus, als ob da mindestens ein Photonentorpedo eingeschlagen hätte. Wenn nicht sogar mehrere…

In meiner Teenagerzeit wurde ich dann ordentlicher. Klar, zum ersten Mal verliebt und dann soll sich der Angebetete in dieses Chaos begeben? Zwischen Klamotten und Büchern auf mein Bett setzen? In dem nach Entropie strebenden Zimmer wohlmöglich noch meinen alten Lieblingsknuddelbären finden? Wie peinlich ist das denn? Mit fünfzehn! Also fix aufgeräumt, und Bettzeug ab in den Bettkasten, damit aus dem Bett ein Sofa werden kann. Aber nur, wenn Besuch anstand. Alles Andere hätte ja in Ordnungszwang ausarten können. Oder ein Erziehungsplus für meine Mom bedeutet. Das kann kein Teenager auf sich sitzen lassen!

In meinen twenty-somethings, als ich studienbedingt in einem WG Zimmer lebte, versuchte ich die beiden Hälften meines Lebens, Ordnung und Entropie, so richtig yin-yang mässig ins Gleichgewicht zu bringen. Das hieß also, dass mein Zimmer und der Schreibtisch tiptop aufgeräumt waren. Aber die kleine Ecke, in der meine Musikanlage stand, leistete der Ordnung gallischen Widerstand! Da durften die Cassetten und CD Hüllen treiben was die Entropie ihnen erlaubte! Erstaunlicher Weise habe ich in dem Chaos nie den Überblick verloren. Musste wohl ein Relikt aus meiner Kindheit sein, in der die Spielzeugkiste gähnende Leere aufwies, während das Zimmer…na, ihr wisst schon.

Und heute, in Zeiten des digitalen Musikgenusses, wo ich dank iTunes Ordnung halten kann bis zum Abwinken und die Musikanlage auf Grund der Existenz eines ipods nebst app.le-hi.fi Gerätes ein klägliches Restdasein hinter der Tür fristet… wo bleibt da mein universell verbrieftes Recht auf Streben nach Entropie? Sollte es etwa einem Ordnungsanankasmus zum willfährigen Opfer gefallen sein?

Nein. Heutzutage ist es mein Kühlschrank, der den gallischen Widerstand aufrecht erhält! Auf meinem Kühlschrank darf sich die Chaostheorie ungestraft neue Gesetzmässigkeiten ausdenken.

In meinem Kühlschrank bislang auch, doch seit gestern sieht es so aus. Sollte die letzte Bastion des gallischen Widerstandes gebrochen sein?

Wieder ein Nein. Aber ich zeige euch jetzt nicht, wie es unter meiner Spüle aussieht! Oder in meinem Bücherschrank. Im Gewürzregal? In der Schreibtischschublade? Im Büffetschrank?

Ein Hoch auf die Entropie und die andere Hälfte des Lebens…